Was für ein Auftakt! – 1. Stipendiatentreffen der Bosch-Jugendhilfe

Präsentation & Rhetorik als Unterstützung zum erfolgreichen Studieren.

Sie kamen aus ganz Deutschland, einige sogar aus dem europäischen Ausland. Die Bosch-Jugendhilfe lud zum 1. Stipendiatentreffen vom 13. bis 15. April 2007 in die Evangelische Akademie nach Bad Boll ein, und fünfzig junge Menschen aus der Förderung nutzten das letzte Semesterferienwochenende, um sich in rhetorischen Disziplinen zu üben.

Einen Sport trainiert, sein Instrument übt man – und wann die Kommunikation? Tagtäglich begegnen wir Menschen und geraten in Situationen, die uns einiges an Auftreten und Wirken abverlangen. Wir kommunizieren stets, auch während der Ausbildung und im Studium. Wir haben Referate zu halten, in Projekten zu arbeiten, wir müssen uns organisieren und unsere Zeit planen, verplanen. Das ist inzwischen zu einer komplexen Angelegenheit geworden, die nicht unwesentlich über Erfolg und Misserfolg in der Ausbildung sowie im Beruf entscheidet.

Das dachten sich wohl auch die fünfzig Stipendiaten, die zu diesem intensiven Seminarwochenende den Weg in das beschauliche Bad Boll fanden. Den Auftakt machte Dietrich von Reyher, bis Ende März noch Vorsitzender des BJHI-Ausschusses. Er referierte eindrücklich nicht nur über das weltweit operierende Unternehmen Bosch, sondern erlaubte zahlreiche Einblicke in Strukturen und Ziele des Konzerns. Die überaus interessierten jungen Erwachsenen ließen erst nach zwei Stunden mit ihren Fragen locker und fanden sich erst spät in der Nacht mit dem Ende des ersten Seminartages ab.

Marion Oertel-Nau, Leiterin der Geschäftsstelle der Bosch-Jugendhilfe, entwarf gemeinsam mit Ingo Straten, freiberuflicher Kommunikationstrainer, ein Seminarprogramm mit Workshop-Struktur. Die Stipendiaten hatten sich also neben einem verpflichtenden Unterricht in Sachen Präsentationstechnik mit Videoanalyse zwischen verschiedenen Trainingsinhalten zu entscheiden. Körpersprache, Redeaufbau, Teamarbeit hießen die Angebote am Vormittag, nachmittags luden die Referenten (Ingo Straten, Andreas Rieck und Rainer Baber) zu den Workshops wissenschaftliche Textarbeit, Visualisierung und Zeitmanagement. Ziel war es, dass die größtenteils Studierenden, sich entsprechend ihrer Bedarfe einteilen und wichtige Informationen aus den Workshops für ihr Studium mitnehmen – natürlich um sie anschließend auch umzusetzen.

Der dritte Tag stand noch einmal ganz im Zeichen des Präsentierens. Das vorab Gelernte sollte vor laufender Kamera in kleinen Gruppen umgesetzt und anschließend ausgewertet werden. Im Feedback und beim Betrachten der Videoaufnahmen wurde schnell klar, wo noch Optimierung möglich und nötig ist. Die Stipendiaten bewerteten in der Evaluation die Veranstaltung so positiv, dass die Organisatoren nun voller Ehrgeiz und Engagement in die Planung eines zweiten Stipendiatentreffens gehen wollen. Thema: Von der Bewerbung in den Beruf.

Die Stimmung und die Motivation während der Tage in Bad Boll war ohne Übertreibung fantastisch. Ganz offensichtlich tut es einer solchen Veranstaltung nur gut, wenn niemand jemanden kennt. Keine Grüppchen, sondern eine „riesige“ Gruppe, die zwar mit reichlich Wissen und Tun nach Hause fuhr, aber auch sehr gerne noch eine Weile geblieben wäre.

Ingo Straten

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Impressionen vom 1. Stipendiatentreffen